Townhall Brunch für mehr Pflege- und Eingliederungshilfethemen in den Wahlprogrammen

bpa lädt Betroffene und Politik zum Dialog

Die bpa Landesgruppe Nordrhein-Westfalen lud am Dienstag, den 4. Februar 2025, anlässlich der anstehenden Bundestagswahl zu einem neuen Dialogformat ein. Pflegende Angehörige, Vertreter von bpa-Mitgliedsunternehmen, aber auch andere Unternehmens- und Sozialverbände kamen mit Politikern in Düsseldorf zu einem konstruktiven Austausch zusammen. Das neue Gesprächsformat, der sog. „Townhall Brunch“ sorgte im Kaffeehausambiente für eine angenehme und gelockerte Gesprächsatmosphäre.

Die Politiker wechselten die Gesprächstische und erfuhren so unter Moderation der bpa-Vorstandsmitglieder aus unterschiedlichen Perspektiven, wo aktuell die größten Probleme und Herausforderungen bei betroffenen und Unternehmern bestehen. Lösungsvorschläge wurden reichlich von Betroffenenseite gemacht und wurden von der Politik gern entgegengenommen. Auch branchenfremde Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber kamen zu Wort, die unter dem Versorgungsmangel in der professionellen Pflege zu leiden haben, da ihre Beschäftigten zur Versorgung pflegebedürftiger Angehöriger im Job oft kürzertreten müssen. In Zeiten des branchenübergreifenden Fachkräftemangels ein enormes Problem.

Dass die Politik auf Bundesebene hier dringend zuhören und handeln muss, zeigt ein Blick auf den bpa Wahlprogramm-Check! Immer mehr Menschen werden pflegebedürftig, aber neue Versorgungsangebote entstehen erst gar nicht mehr, bestehende Versorgungsstrukturen verschwinden. Angesichts dieser enormen Herausforderungen steht nach eingehender Analyse unser Fazit fest! Viele Phrasen - wenig Konkretes! Unser Präsident Bernd Meurer bringt es auf den Punkt. „Die Politikerinnen und Politiker gehen offenbar davon aus, dass Pflegeheime, Tagespflegen und ambulante Dienste einfach so immer da sind. Das ist ein Irrtum, den viele Betroffene heute schon spüren", so Meurer.Deutschland braucht mehr Pflegeeinrichtungen mit vielfältigen Versorgungsangeboten, damit Pflegebedürftige und ihre Angehörigen wieder die Versorgung finden, die sie brauchen. Die nächste Bundesregierung muss Deutschland deshalb ein "Maßnahmenpaket Pflege" verordnen. 

Wie wirkungsvolle Maßnahmen für eine Sicherung der Pflegeinfrastruktur aussehen können, haben wir in unseren Forderungen an eine neue Bundesregierung bereits ausdekliniert: Die bpa Forderungen an die Politik mit konkreten Lösungen liegen also längst auf dem Tisch!

Im Mittelpunkt standen an diesem Tag aber die betroffenen pflegenden Angehörigen und Unternehmen, die tagtäglich mit den Problemen der aktuellen Rahmenbedingungen in der Pflege und Eingliederungshilfe zu kämpfen haben. Aus der Politik kamen Anas Al-Qura’an (Bündnis 90/ Die Grünen), Christian Berger (CDU), Adis Selimi und Thorsten Klute (beide SPD). Der bpa hatte bewusst ein Format ausgesucht, bei dem nicht die Politiker oder der bpa das Wort führen, sondern die Betroffenen selbst. Die Politiker hörten den Betroffenen aufmerksam zu und nahmen interessante Erkenntnisse mit.

Statements aus der Politik hat der bpa in Videobotschaften eingefangen:

Auch unser Vorstand, bpa Mitgliedsunternehmen wie auch andere Verbände gaben uns ein kurzes Feedback zur Veranstaltung (ein Auszug):

Auch wenn in der Sache hart gerungen wurde, haben wir von den Teilnehmenden für das neue Dialogformat ein tolles Feedback erhalten! Die gelockerte Gesprächsatmosphäre machte einen offenen, lösungsorientierten und konstruktiven Austausch zwischen allen Beteiligten möglich. 

Besonders positiv hervorzuheben ist, dass hier ausnahmslos miteinander und nicht übereinander gesprochen wurde.

Unser herzlicher Dank geht an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Veranstaltung, die den gelösten produktiven Dialog möglich gemacht haben! Wir vom bpa werden mit allen Beteiligten weiter im Gespräch bleiben.